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NICHTS geht mehr
Schifffahrt
auf dem unteren Neckar zum Erliegen gekommen
(11.02.2012 / sya)
Aufgrund der
weiterhin niedrigen Temperaturen und der damit verbundenen Eisbildung an den
Schleusenanlagen zwischen Mannheim und dem Hafen Heilbronn ist nun die
Schifffahrt auf dem unteren Neckar zum Erliegen gekommen.
Gestern Abend wurde gegen 21.30 Uhr der letzte sich noch in Fahrt
befindliche Kohlefrachter an der letzten Schleuse vor dem Hafen Heilbronn
geschleust. „Die Schiffe, die derzeit keine Möglichkeit haben
weiterzukommen, sei es nun zu Tal in Richtung Rhein oder zu Berg in Richtung
Heilbronn, bleiben an den Schleusen entlang des Neckars verteilt liegen und
warten nun auf die Wiederaufnahme des Schleusenbetriebes“ berichtet Marc
Lerch, Leiter des Schifffahrtsbüros im Wasser- und Schifffahrtsamt
Heidelberg. Lerch weiter: „Seit gestern Abend sind 10 weitere Frachtschiffe
an der ersten Neckarschleuse in Mannheim-Feudenheim angekommen. Für sie ist
nun auch erst einmal kein Weiterkommen möglich. Einige Schiffe fahren erst
gar nicht in den Neckar rein, sondern warten am Rheinkai in Mannheim auf die
Weiterfahrt, da sie so nicht ins bis zu 10 cm dicke Eis im unteren Vorhafen
in Feudenheim fahren müssen“. Die Eisbekämpfung geht unterdessen vor den
Wehranlagen weiter. Gestern Abend konnte der Eisbrecher „Brohl“ des Wasser-
und Schifffahrtsamtes Bingen mit einer Notschleusung die Eingangsschleuse in
Feudenheim passieren. Gegen 2.00 Uhr nachts ist er in Neckarsteinach
angekommen, wo heute Morgen Treibstoff für die Weiterfahrt gebunkert wurde.
Zwischenzeitlich hat die „Brohl ihre Position vor dem Wehr in Rockenau
bezogen, wo sie heute die Eisdecke bricht.
Aktuell ist es gelungen vor den Wehranlagen von Ladenburg bis Neckarsteinach
offenes Wasser herzustellen. An den Wehren Hirschhorn und Rockenau stellt es
sich schwieriger dar. „Morgen früh werden die frei gebrochenen Bereiche zwar
wieder zugefroren sein, allerdings bleibt die Eisdicke gering, so dass das
erneute Aufbrechen noch möglich ist. Hätten wir bislang nicht jeden Tag das
Eis vor unseren Wehren gebrochen, wären mit Sicherheit aufgrund von
Eisversatz Eisdicken bis zu 30 cm entstanden, die dann nicht mehr mit den
uns zur Verfügung stehenden Mitteln zu brechen sind“ begründet der Leiter
des Wasser- und Schifffahrtsamtes Heidelberg, Jörg Huber, die ergriffenen
Maßnahmen zu Eisbekämpfung. „ Wir hoffen auf wärmere Temperaturen nächste
Woche, um schnellstmöglich wieder Normalbetrieb am untern Neckar zu haben.
Wann die Schifffahrt wieder möglich sein wird, kann derzeit nicht
abgeschätzt werden“ so Huber weiter.■
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